Was wir alle vom Urteil im Glyphosat Prozess gegen den Bayer Konzern lernen können

Hallo ihr Lieben,

Heute widmen wir uns einem sensiblen, aber vor Allem wichtigen Thema: dem Glyphosat Prozess in den USA gegen den Bayer Konzern und seine Folgen.

Wir wollen den Blogpost knackig und informativ halten, da man hier sehr weit ausholen könnte.

Der Fall hat es uns angetan, weil wir gemeinsam vieles davon lernen können. 

Eine kleine Einführung in den Fall:

Wer ist eigentlich Bayer? 

Die Bayer AG ist ein deutscher Chemie- und Pharmakonzern mit Firmensitz in Leverkusen. Seit seiner 1863 wuchs das Unternehmen zu einem Weltkonzern heran und ist heute Hersteller zahlreicher Arzneimittel und Pflanzenschutzmittel und dem Crop Science Produkten.

Bayer geriet jedoch schon seit den 80ern negativ in die Medien mit Fällen wie einem Massensterben in der Nordsee durch Chemieabfälle, vergiftetem Grundwasser durch die Mülldeponie in Leverkusen, Medikamenteneinnahmen mit Todesfolge oder dem Bienensterben durch Pestizide. Beliebt hat sich der Konzern in der Vergangenheit nicht gemacht.

Mit immer höherem Profitdruck durch Aktionäre bekamen Geldeinnahmen schnell einen höheren Stellenwert als die Gesundheit des Ökosystems.

Wer ist Monsanto? 

Monsanto ist ein Chemieunternehmen aus den USA, welches sich auf Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung in der Agrarindustrie spezialisiert hat. Das Unternehmen stellt zum einen chemische Mittel gegen Unkraut und Schädlinge her und zum Anderen genmodifizierte Lebensmittel, die jeglichen Schädlingen trotzen. 

Das bekannte Produkt "Round Up", welches Glyphosat enthält, ist das wohl bekannteste Pestizid von Monsanto. Monsanto ist vor Allem in den letzten Jahren sehr negativ aufgefallen, weil immer mehr Fälle von Krebserkrankungen und Missbildungen bei Agrararbeitern und ihren Kindern aufgetreten sind, die mit "Round Up" gearbeitet haben.

Mit mehr als 4000 Anklagen in den USA bestreitet das Unternehmen noch stets seine Verantwortlichkeit in den Fällen uns weist immer auf Studien zurück, die "Round Up" als sicheres Produkt einstufen.

Monsanto wurde vor ein paar Jahren in einer hoch umstrittenen Uebernahme von BAYER aufgekauft. Monsanto ging vollkommen in BAYER über und der Name von Monsanto verschwand komplett. Wenn wir heute Monsanto sagen, meinen wir eigentlich BAYER.

Was ist Glyphosat?

Wie bereits oben beschrieben ist Glyphosat ein Pestizid, welches auf Feldern gespritzt wird um Nutzpflanzen wie Getreide vor Schädlingen zu schützen. Es tötet im Grunde genommen alles andere außer der Nutzpflanze ab, sodass diese ungestört wachsen kann und der Bauer maximalen Ertrag hat. 

Was jedoch mehr und mehr ans Licht kommt, ist dass Glyphosat die Böden langfristig kaputt macht und auch die Gesundheit des Menschen negativ beeinflusst. Entgegen der Studien von Monsanto und Bayer, soll es höchstwahrscheinlich krebserregend sein. 

Nach dieser Einführung kommen wir nun zum Fall Johnson...

Der Fall Johnson in den USA

Mr. Johnson ist ein amerikanischer Bürger, welcher als Platzwart gearbeitet hat. Als Teil seiner Tätigkeit, sollte er mit Glyphosat Unkraut in Schach halten. 

Er arbeitete insgesamt 2 Jahre mit dem Mittel und verteilte es genau nach den Sicherheitsanweisungen auf dem Platz. Nach einer Zeit entwickelte er Hautausschläge und es wurde Hogkin Blutkrebs bei ihm festgestellt. 

Bei der Suche nach den Ursachen kam er darauf, dass das Mittel RoundUp seinen Krebs verursacht haben könnte. Er informierte Behoerden und es wurden Untersuchungen angestellt, die diese Vermutung stark untermauern.

Als einer von INSGESAMT 4000 Klägern steht er nun im Prozess gegen den Riesen Bayer/Monsanto als Geschädigter.

Was ist so besonders an dem Fall Johnson?

Der Fall Johnson ist deshalb so besonders, weil BAYER/ Monsanto hier ERSTMALIG für die krebsfördernde Wirkung des Glyphosats schuldig gesprochen wurde. 

Es wurde eine Strafzahlung von 289 Millionen Euro verhängt (die wahrscheinlich noch reduziert wird).

Aber wenn wir bedenken, dass es noch 3999 weitere Klaeger mit dem selben Fall gibt, dann könnte das sehr teuer für BAYER werden.

Die Tatsache, dass BAYER in diesem Fall schuldig gesprochen wurde schwächt den Konzern deutlich, und prognostiziert gleichzeitig weitere Schuldsprechungen für die anderen Fälle.

BAYER sieht jetzt erst, dass die Uebernahme der Firma Monsato einen großen Rattenschwanz mit sich zieht. Zahlreiche weitere Klagen und ein noch schlechteres Image, was auf den Konzern in Leverkusen abfärbt.

Der Fall Johnson bedeutet gleichzeitig Hoffnung fuer alle BAYER/Monsanto Gegner und Befürworter der ökologischen Landwirtschaft. Sie hoffen, dass dies der Anfang vom Ende von Glyphosat ist. 

Was können wir vom Urteil im Glyphosat Prozess gegen BAYER lernen?

1. Wir sollten Studien und Statistiken stets kritisch gegenüber stehen

Eine grosse MESSAGE: Leute, lasst euch nicht von Studien beeindrucken! Es gilt immer wieder Studien STETS kritisch zu betrachten. Studien werden oft von Firmen initiiert und bezahlt, um bestimmte Aussagen für den Verbraucher machen zu können, damit dieser beeinflusst wird. 

Studien können vielfach gefälscht werden. Man kann den Zeitraum der Studien verkürzen, die Teilnehmer wechseln, kleinere Mengen des Testproduktes als empfohlen testen...die Möglichkeiten sind mannigfaltig.

Im Fall Bayer wurden Studien finanziert und höchstwahrscheinlich beeinflusst um nicht nur Verbraucher zu beruhigen, sondern vor Allem Bauern zum Kauf zu überzeugen und die EU und andere Institutionen zur Legitimierung des Mittels zu bewegen.

2. Kämpfen lohnt sich

Herr Johnson ist ein wirklich mutiger Mann! Er hat eigentlich das unmögliche geschafft und sich gegen BAYER, den wohl grössten Chemiekonzern der Welt gestellt. BAYER hatte im Prozess zahlreiche Beweise gegen die Aussagen von Johnson und trotzdem hat er es geschafft. Seine wohl grösste Tat vor seinem Tot.

Konkret heißt das für uns: KÄMPFEN LOHNT SICH! Manchmal klappt der 1. Versuch vielleicht nicht, aber mit Beharrlichkeit und in der Gemeinschaft lässt sich Grosses bewegen.

3. Die aktuellen Ereignisse könnten der Anfang vom Ende der umweltverschmutzenden Industrieriesen sein

Wir sehen es im Fall BAYER, aber auch im Fall des RWE mit dem Hambacher Walt. Man sieht einen beginnenden Verfall der umweltverschmutzenden Industrieriesen.

Fuer eine lange Zeit haben wir das Zepter abgegeben. Doch man sieht: Die Leute wachen auf, sind aufmerksamer und kritischer! Eine große Gefahr für die umweltverschmutzenden Industrieriesen.

Wir nutzen das Internet immer effektiver um einander zu informieren. Schmutzige Geschäfte von Industrieriesen können viel einfacher aufgedeckt und verbreitet werden. Aktionen können leichter mobilisiert werden.

WEITER SO!

4. Wir müssen aus unserer passiven Konsumentenrolle rauskommen

Nochmal als Appell an uns alle: Lange Zeit haben wir "geschlafen" und uns von den Medien berieseln lassen. Wir konsumieren unkritisch irgentwelche Produkte, ohne zu hinterfragen, woher sie kommen oder wie sie hergestellt wurden.

Also: AKTIV & BEWUSST konsumieren, hinterfragen, informieren!

5. Wir müssen uns JETZT mobilisieren, dran bleiben und aktiv werden

Unser letztes Appell in diesem Blogpost: Der Fall Johnson ist nur einer von 4000 Fällen, auf der ganzen Welt werden die negativen Effekte von Glyphosat deutlich. Glyphosat ist mittlerweile schon in unserem Müsli wieder zu finden. Wir nehmen also täglich kleine Rationen krebserregenden Stoffes zu uns!

Was bedeutet das? Diese Art der Umweltverschmutzung ist schon sehr weit fortgeschritten- so viele andere. Die Welt wird immer wärmer, die Regenwälder werden für Palmöl abgeholzt, die Massentierhaltung macht die Welt und die Menschheit immer kränker...

Wir MÜSSEN JETZT alle zusammen die Bremse anziehen

Wir müssen einander informieren, aufklären, unseren Konsum ändern und auf grün verlagern, und Petitionen bei der EU einreichen

So, wir setzen diesem Blogpost nun ein Ende.

Wir hoffen, dass er informativ und nicht zu lang war. Lasst doch gerne eure Gedanken in den Kommentaren und teilt ihn mit Freunden!!!

 

Bis dahin- BIG LOVE,

 

Levity <3

 

 

 


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